Über meine künstlerische Arbeit

 

Meine dreidimensionale Kunst wird als biomorphe Plastik bezeichnet. Es sind organische Formen oder freie Formen. Bis auf einige Ausnahmen haben die Plastiken keine Titel. Ich arbeite nach einem inneren Form- und Ästhetikgefühl dem ich Ausdruck verleihe. Die sinnliche Erfahrung ist mir dabei wichtiger als die erdachte.

 

Seit 2000 arbeite an Skulpturen die im Kern aus Kunststein (Porenbeton) bestehen. Ist die Grundfom gefunden, wird sie gespachtelt, geschliffen, bemalt und abschließend gewachst oder lackiert. Die Arbeit mit diesem Material bezeichne ich als alchemistischen Transformationsprozess, da ein künstliches, vom Menschen erdachtes und immer gleich aussehendes Grundmaterial von mir in eine sinnlich wahrnehmbare Skulptur verwandelt wird.

                Vom Erdachten zum Gefühlten              vom Praktischen zum Schönen

Seit 2010 forme ich auch Skulpturen aus Holz. Ein Holzstammm gibt aufgrund seines natürlichen Wachstums immer eine Struktur vor (Maserung, Äste, Risse durch den Trocknungsprozess), somit ist die Arbeitsweise ein andere. Die Form entsteht im Dialog mit dem Material.

Wie bei der Bildhauerei ist es auch bei der Malerei ein meditatives Tun, die Gedanken ziehen sich zurück und ich gebe mich ganz dem jeweiligen Gefühl und dessen Ausdruck hin.

 

Ich bin 1964 in Bremen geboren und auch hier aufgewachsen. Mit 20 Jahren habe ich erkannt, dass es mir gut tut, Gefühle in einen künstlerischen Ausdruck zu verwandeln. Nach zwei Jahren Marinezeit, einer Ausbildung zum Heizungsbauer und einigen Arbeitsjahren unter anderen in Dresden, habe ich von 1996 bis 2000 Kunsttherapie an der Ottersberger Kunsthochschule studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Hier begann auch die Arbeit an den organischen Formen, die bis heute anhält.